Karfreitag ging es am Bootshaus los, denn, wir sind gerne Ingas Einladung gefolgt, Ostern beim Verein „Tura“ in Bremen-Lesum zu quartieren und die Nebenflüsse der Weser zu paddeln.
Die Wümme und Hamme werden die Lesum, die bei Vegesack in die Weser mündet. Der Tidenhub auf Höhe „Tura“ war so deutlich, dass der Bootssteg mal steil bergab und mal fast waagerecht zu begehen war.

Der Verein ist schön gelegen – der weitläufige Knoops-Park ist ganz in der Nähe - eine Augen- und Nasen (!)weide, denn überall stand Bärlauch.
Zunächst paddelten wir die Lesum Richtung Wesermündung,

am nächsten Tag die Lesum Richtung Wümme.
Wir unterfuhren eine Eisenbahn-Brücke, an der sonst, wegen starkem Kehrwasser, Kanu-Freestile mit mystery moves gelebt wird – (https://turakanusport.de/bubblefest24/) – Wir sahen an dem Tag davon ab, die moves zu simulieren und freuten uns auf die Wümme.


Bei klarem Wetter genossen wir eine wunderschöne Landschaft und rasteten an der Dammsieler Schleuse.

Während unserer Pausen, am Frühstückstisch oder am Lagerfeuer entwickelten wir eine rege Gesprächskultur mit vielfältigen Themen: Welche (nachhaltigen) Verwendungsmöglichkeiten gibt es für ein fast ausgedientes Kajak? Wir erhielten durch Hauke eine kleine Einführung in die Welt der 3-D-Drucker; analysierten, welche sprachlichen Gegebenheiten dazu führten, dass die Süddeutschen "der Butter“ – die Norddeutschen „die Butter“ sagen und konnten an den drei Abenden mindestens drei verschiedene Grill-Geräte kennen lernen.. gut, dass wir ab und zu in die Boote durften.


Nachdem wir Ostersamstag unser eigenes kleines Osterfeuer genossen (und eine morsche Bank zerbrach); Ostersonntag von Oster-Eiern im Moos-Bett überrascht wurden, mehrmals Kuchen am österlich dekorierten Tisch einnahmen, paddelten wir Ostersonntag auf der Ochtum (zuvor gab es natürlich etwas Auto-Kajak-Logistik, die wie gewohnt, schnell und routiniert umgesetzt wurde).

Die Ochtum führte uns bis Lilienthal an schönen Gärten, am Flughafen und an recht vielen Gänse-Nestern vorbei.

Auch Schleusenwärter waren gefragt und vorhanden. Beim Schleusen hagelte es einmal kurz, ansonsten hatten wir Glück mit dem Wetter – wenn man warm angezogen war.


Wir danke der Gastfreundschaft von „Tura“, der Wetter-Göttin, dem Osterhasen und der Tourenorganisatorin - spätestens in 10 Jahren sollten wir die Tour unbedingt wiederholen.
