Ein spontan geplantes Campingwochenende Anfang September brachte für unsere Kanujugend mehr Action als erwartet: Neben Sport, Spaß und Grillen sorgte eine unerwartete Sturmflut für ein nächtliches Abenteuer, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Spontane Planung & Vorfreude

Bevor der Herbst anklopfte, wollte ich unbedingt noch ein gemeinsames Erlebnis in der Natur anbieten. Am 27. August stand der Plan fest: Ein Zeltwochenende auf unserem WVS-Zeltplatz in Seevetal-Over vom 04.09. bis 06.09.2026. Als Programm waren tagsüber Fußball, Volleyball, Badminton und betreutes Abkühlen in der Elbe mit Schwimmwesten geplant, abends Lagerfeuer und Spiele. Über unsere Signal-Jugendgruppe wurde die Aktion kurzfristig koordiniert. Mit Justus und Mio standen schnell die ersten Teilnehmer fest. Zusammen mit mir (Georg) und unserem Hund Champ war unser kleines Team komplett.

Freitag: Gemütlicher Start und nächtlicher Schreck

Bereits am Donnerstag fuhr ich voraus, um vorsorglich das große Tarp (Sonnensegel) sowie mein eigenes Zelt aufzubauen, da der Wetterbericht für Freitag zunächst Regen angekündigt hatte. Am Freitagnachmittag um 16:30 Uhr war es dann endlich so weit: Wir trafen uns am Bootshaus Außenmühle.

Am Zeltplatz angekommen, baute ich mit Justus und Mio windgeschützt zwischen Schilfgras und Weidenbäumen ihr Vier-Personen-Zelt auf. Nachdem das Schlafquartier eingerichtet war, machten wir es uns unter dem Tarp gemütlich. Wir aßen gemeinsam Abendessen und genossen das Beisammensein bei Gesellschaftsspielen wie Knobeln und Schach. Das Wetter war wie vorhergesagt unbeständig, feucht und windig.

Gegen Spätabend die Überraschung: Als ich gerade auf dem Plumpsklo saß, hörte ich draußen die aufgeregten Rufe der Jungs: „Georg, komm schnell raus und sieh dir das an!“ Durch den starken Westwind und die auflaufende Tide war die Elbe über die Ufer getreten. Das Wasser hatte bereits die Hälfte des Zeltplatzes und das Schlafquartier von Justus und Mio überflutet. Justus hielt die dramatische Lage sofort mit dem Handy fest.

Da an Schlaf im nassen Jungs-Zelt nicht mehr zu denken war, mussten wir mitten in der Nacht improvisieren. Wir brachten alle Unterlagen und Schlafsäcke ins Trockene. Da Justus und Mio nun ohne Unterkunft waren, bot ich ihnen mein Zelt an: Justus durfte auf dem komfortablen Feldbett schlafen, während Mio auf dem gemütlich eingerichteten Platz meines Hundes Champ schlief. Ich selbst räumte die hintere Sitzbank meines Autos leer und richtete mir dort ein Nachtlager mit Luftmatratze und Schlafsack ein. Ein echtes Hochwasser-Abenteuer!

Samstag: Zusammenhalt und Lagerfeuer

Der Samstagmorgen startete mit ein paar Erledigungen: Mit einer Rolle Panzerklebeband reparierten wir den defekten Zelt-Reißverschluss der Jungs. Danach holten wir am Bootshaus Außenmühle die vergessene Grillkohle und kauften bei Lidl das Grillgut sowie im OBI zwei Säcke Holzscheite für das geplante Lagerfeuer. Zurück am Zeltplatz wurden wir bereits von Mios besorgten Eltern erwartet, die uns aber beruhigt wieder verließen, als sie sahen, dass es uns gut ging.

Justus feuerte selbstständig den Grill an und es gab Würstchen, Fleisch, Kartoffeln und einen (etwas zu pfeffrigen) selbstgemachten Nudelsalat. Nach dem Essen spielten wir Fußball auf dem benachbarten Fußballplatz. Den Abend ließen wir wieder bei Knobeln und Schach ausklingen. Die Nacht von Samstag auf Sonntag verlief zum Glück absolut trocken und stressfrei – Justus und Mio konnten wieder in ihrem eigenen Zelt schlafen.

Sonntag: Sonne, Elbe-Abkühlung und das neue SUP

Am Sonntagmorgen belohnte uns das Wetter: Die Wolken rissen auf und die Sonne kam heraus! Vor dem Frühstück ging es für eine schnelle Abkühlung in die Elbe. Frisch gestärkt testeten wir anschließend ausgiebig unsere neu angeschafftes SUP-Board in der geschützten Bucht.

Jugendwochenende Over 2

Jugendwochenende Over 1

Jugendwochenende Over 5

Alle hatten riesigen Spaß im Wasser und Justus kümmerte sich danach bestens für unsere Wärme am Lagerfeuer.

Jugendwochenende Over 4

Bevor die Abreise näher rückte, bauten wir gemeinsam das Tarp und die Zelte ab. Nachdem alles wieder sicher im Deckelanhänger verstaut war, machten wir uns auf den Rückweg zum Bootshaus Außenmühle.

Jugendwochenende Over 6

Fazit: Dieses Campingwochenende hat uns allen super gefallen. Trotz des unerwarteten Hochwassers und des regnerischen Wetters war es ein tolles Erlebnis, das wir auf keinen Fall missen möchten. Wir haben fest beschlossen, diese Aktion im nächsten Jahr zu wiederholen – und hoffen, dass dann noch weitere Kids aus unserer Kanujugend mit dabei sind!

Jugendwochenende Over 3

Diese Website verwendet Cookies – nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung am Ende der Seite. Klicken Sie auf „Ich stimme zu“, um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Website besuchen zu können.