Nachdem unser neuer Festausschuß Anfang des Jahres anfragte, ob ich die Kanujugend beim traditionellen Anpaddeln auf der Elbe vertreten möchte, sagte ich sofort zu.
Doch die Resonanz blieb zunächst aus, sodass ich das Event für unsere Jugendgruppe innerlich schon abgesagt hatte.
Doch zwei Tage nach dem Anmeldeschluss die Überraschung: Trixi meldete sich unerwartet mit ihren beiden Kindern – und plötzlich war das Interesse geweckt! In einer Kettenreaktion schlossen sich weitere Eltern mit ihrem Nachwuchs an. Damit stand fest: Wir sind beim Anpaddeln dabei!
Für mich persönlich sollte es zudem die Premiere auf der Elbe werden.
Dank der tollen Unterstützung aus dem Verein waren alle Vorbereitungen schnell getroffen.
In der Nacht auf Samstag, den 12.04.2026, grübelte ich jedoch noch:
Wie erkläre ich den Kindern und Eltern kurz und verständlich die Grundlagen der Kanufahrt?
Erst die Erinnerung an das traditionelle“Cornisch Pilot Gig Rowing“ in Cornwall und auf den Scillly-Inseln brachte die Lösung.
Mit dieser Inspiration im Kopf war meine Präsentation für die Trockenübungen bereit und ich konnte endlich beruhigt schlafen.
Am Sonntag pünktlich um 9:30 Uhr trafen wir uns am Bootshaus an der Elbe. Nachem alle mit Schwimmwesten und Stechpaddeln ausgerüstet waren, starteten wir mit der Einweisung:
Ich erklärte die Orientierung am Vordermann und das synchrone Paddeln im Rhythmus
„A-nd Stroke; A-nd-Stroke...“ sowie das effiziente und kraftschonende Paddeln.


Dann ging es endlich aufs Wasser:

Thomas, unser 1. Vorsitzender, steuerte den stabilen 11er-Kanadier, während ich das Kommando im etwas agileren 7er übernahm.


Kaum hatten wir die Unterführung der A1 passiert, begegneten wir einem Küstenwachenboot der Polizei. Obwohl die Besatzung vorbildlich langsam fuhr, um Wellenschlag zu vermeiden, verursachte das Boot beim Beschleunigen kurz vor dem Passieren eine ordentliche Backbord-Welle.
Um ein Kentern zu verhindern, steuerte ich frontal in die Welle hinein. Unser Schlagmann Justus wurde dabei als Erstes von der Gischt erwischt – was für einen kurzen Schreck und lautstarken Protest sorgt, da der Kanadier nun ordentlich Wasser gefasst hatte.
Auch mein Hund Champ verlor kurzzeitig die Gelassenheit und versuchte, zu mir auf den Sitz zu klettern. Trotz des „schwimmenden“ Bodens setzten wir unsere Fahrt unbeirrt fort und erreichten sicher den Vereinszeltplatz in Over.

Dort angekommen, hieß es erst einmal: Schiff leerpumpen! Mit einem Schwamm und der von Guido bereitgestellten Pumpe war das Boot schnell wieder trocken.
Danach folgte der gemütliche Teil des Tages – ein gemeinsames Picknick in der Gruppe.
Die Rückfahrt verlief deutlich entspannter und machte im 7er Kanadier richtig Spaß.
Das absolute Highlight wartete kurz vor dem Ziel auf uns: In den Baumkronen konnten wir zwei majestätische Seeadler beobachten – ein Anblick, der uns alle begeisterte.
Nach der langen Pause war dieser Tag der perfekte Startschuss. Die Paddelsaison ist hiermit offiziell eröffnet!
Werde Teil unserer Crew!
Das Anpaddeln war erst der Anfang – die Saison hat noch viele Abenteuer zu bieten.
Du hast Lust auf Natur, Action und eine tolle Gemeinschaft?
Dann schau doch mal bei unserem Training vorbei! Wir zeigen dir alles, was du über das Paddeln wissen musst.
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